5 Fehler, die man bei der Hausfinanzierung vermeiden sollte

Baufinanzierung Fallen

Den Traum vom Eigenheim verwirklichen und ein Haus finanzieren, ist leichter gesagt als getan. Zumindest wenn man es richtig angeht. Viele zukünftige Immobilienbesitzer scheuen den Aufwand und fallen damit früher oder später auf die Nase. Dabei ist es gar nicht so schwer sich ein grundlegendes Know-How anzueignen. Wir helfen dabei und weisen auf 5 Fehler hin, die immer wieder aus Unwissenheit gemacht werden.

Nebenkosten nicht bedacht oder zu niedrig angesetzt

Immer wieder kommt es vor, dass Bauherren und Hauskäufer lediglich die Kosten für das Haus im Blick haben. Unbeachtet bleiben dann die Nebenkosten, die ein Hauskauf bzw. -bau mit sich bringen. Die zusätzliche finanzielle Belastung sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Als Faustregel sollte man mit etwa 15 Prozent des Kaufpreises rechnen.

Zu den Nebenkosten zählen unter anderem Gebühren für den Makler, den Notar und das Grundbuchamt. Diese unterscheiden sich je nach Region sehr stark. Außerdem können Kosten für Architekten, Baugenehmigungen und Hausanschlüsse anfallen.

Kein finanzielles Sicherheitspolster

Direkt damit verbunden ist die viel zu knappe Kalkulation der eigenen Liquidität. Zunächst einmal wird häufig der Fehler begangen, einen sehr großen Teil des Gehalts zur Tilgung verwenden zu wollen. Ein guter Gedanke, aber leider zu kurz gedacht. Ein Puffer, um auch mal Geld zurücklegen zu können oder für Urlaub und andere Annehmlichkeiten, sollte immer vorhanden sein. Es wird empfohlen eine monatliche Belastung von 40 bis 50 Prozent des Einkommens nicht zu überschreiten.

Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es auch ratsam vorher etwas Geld für den Notfall zurückzulegen. Sei es für Reparaturen am Haus oder zur Überbrückung einer vorrübergehenden Arbeitslosigkeit. Ein Hauskauf ohne Eigenkapital ist dagegen nur bedingt zu empfehlen.

Tilgungsgraten zu niedrig

Die Tilgungsraten sollten andererseits auch nicht zu niedrig gewählt werden. Wer zu wenig tilgt, braucht viel länger, um das Darlehen abzubezahlen. Dies wiederum macht die Hausfinanzierung noch teurer. Daher ist mindestens ein Prozent der Kreditsumme pro Jahr anzusetzen. In Zeiten so niedriger Zinsen eher mehr. Wer seine Anfangstilgungsgrate um nur 0,5 Prozentpunkte steigert, hat sein Darlehen circa acht Jahre schneller abbezahlt.

Passend zum Thema

► Tipps der Stiftung Warentest für Ihre Baufinanzierung: Bis zu 52.800 Euro Ersparnis möglich

► Eine sichere Eigenheimfinanzierung: So vermeiden Sie böse Überraschungen!

Zinsbindung zu kurz gewählt

Planungssicherheit ist das A und O einer Hausfinanzierung. Dazu gehören auch feste Raten und Zinsen. Dies kann sichergestellt werden, indem man die Zinsbindung auf 10 bis 15 Jahre festlegt. Das senkt das Risiko bei der Anschlussfinanzierung von gestiegenen Zinsen „erschlagen“ zu werden.

Keine Möglichkeit zur Sondertilgung

Nicht selten passiert es, dass Kreditnehmer zu einem unverhofften Geldsegen kommen oder gerne mehr tilgen wollen, aber dies nicht verbindlich zusagen können. Dann steht der Wunsch nach einer Sondertilgung im Raum. Hat man dies jedoch nicht vorher bedacht, kann es gut sein, dass die Bank Gebühren in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung fordert, weil ihr nun Zinsgewinne entgehen. Diese Kosten können wiederum dazu führen, dass sich die Sondertilgung nicht lohnt.

Checkliste für das Beratungsgespräch

Auf diese Punkte sollten Sie bei der Beratung achten!

Bausteine einer Baufinanzierung

Haben Sie den Überblick bei Budget, Eigenkapital und Reserven?