Haus finanzieren im Alter

Baufinanzierung ab 50

Viele träumen ein Leben lang vom eigenen Haus. Nicht jeder kann sich in jungen Jahren diesen Traum erfüllen. Ein zu geringes Einkommen, ein befristeter Arbeitsvertrag oder eine ungewisse Zukunft hat schon so manchen vom Haus finanzieren abgehalten. Aber wieso sollte eine Hausfinanzierung jungen Leuten vorbehalten bleiben? Auch mit 50+ kann man seine Träume verwirklichen.

Die Vorteile des Alters

Warten ist beim Haus finanzieren nicht in jedem Fall die schlechteste Wahl. Ein fortgeschrittenes Alter bringt oft einige Vorteile mit sich. Damit verbunden ist oft ein Mehr an Sicherheit. Dieses ergibt sich zum einen durch eine größere Lebenserfahrung. Zum anderen ist man in der Lage über sie Zeit ein finanzielles Polster aufzubauen.

In den meisten Fällen sind zu diesem Zeitpunkt auch die Kinder „aus dem Haus“. Die Entscheidung für ein bestimmtest Haus oder eine bestimmte Wohngegend kann damit viel unabhängiger getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit später doch noch einmal umziehen zu wollen oder zu müssen, sinkt somit. Die Planung des Lebensabends geht da gleich viel leichter vonstatten.

Besonderheiten der Hausfinanzierung im Alter

Mit dem Alter wird allerdings nicht alles einfacher. Wer ein Haus finanzieren will, sollte deshalb folgende Dinge beachten.

Hausfinanzierungen sind ein langjähriger Prozess. Je später man beginnt, desto eher zahlt man seine Raten auch noch im Rentenalter. Die Rente ist oft aber geringer als das Gehalt. Vorausplanen ist hier das A und O. Eine Möglichkeit wäre natürlich die Rate von Anfang an niedriger zu halten. Besser ist allerdings beim Abschluss der Hausfinanzierung eine spätere Änderung der Tilgungsrate zu vereinbaren.

Außerdem sollten Sondertilgungen möglich sein, die nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. So kann das Darlehen schneller abbezahlt werden. Im Alter ist es durchaus wahrscheinlich, dass zusätzliches Kapital, zum Beispiel durch die Auszahlung einer Lebensversicherung, die Abfindung nach dem Ausscheiden aus einem Job oder eine Erbschaft, zur Verfügung steht.

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Rentner erhalten bei Verhandlungen oft schlechtere Konditionen, weil sie ein größeres Ausfallrisiko haben. Eine Anschlussfinanzierung wird dadurch nicht nur teurer, es schränkt auch die Optionen ein. Auch wenn es eine kleine Steigerung des Zinses bedeutet, sollte man versuchen, eine Zinsbindung für die gesamte Laufzeit zu vereinbaren.

Sollte die Bank dies nicht schon von alleine fordern, empfiehlt sich zudem der Abschluss einer Darlehensabsicherung. Das ist eine Form der Risikolebensversicherung, bei der im Todesfall der Versicherer die Restschuld des Darlehens begleicht.

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