Wieviel Haus kann ich mir leisten? Diese drei Bausteine sind Fundament jeder Eigenheimfinanzierung

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„Wieviel Haus kann ich mir leisten?“ Diese Frage stellt sich jeder, der eine erfolgreiche Eigenheimfinanzierung gestalten möchte. Besonders drei Komponenten sind für die Einschätzung der eigenen Finanzstärke entscheidend: Budget, Rücklagen und Eigenkapital. Auf der Seite der Einkünfte spielen neben dem monatlichen Nettoeinkommen, auch Kapitalanlagen und sonstige Vermögenswerte eine Rolle. Währenddessen muss bei der Ausgabendimension auch die persönliche Lebensführung berücksichtigt werden. Erfahren Sie hier, wie Sie die drei Komponenten nutzen können, um Ihre individuellen Möglichkeiten festzustellen.

Die Budget-Komponente:

Nur, wer sich einen genauen Überblick über seine monatlichen Aufwendungen und Einnahmen verschafft, kann in Erfahrung bringen, wie viel Geld er für die Immobilienfinanzierung zur Verfügung hat. Ein solider Finanzierungsplan bedeutet nämlich auch, dass man sich nicht von den monatlichen Ratenzahlungen erschlagen fühlt und kein Geld mehr zum Leben bleibt.

Zur Orientierung: Geldhäuser setzen das benötigte Monatsbudget einer vierköpfigen Familie bei 1200 bis 1400 Euro an. Dieser Pauschalbetrag berücksichtigt jedoch nicht Ihre individuelle Lebensführung. Wer noch kein Haushaltsbuch führt, sollte dies schleunigst nachholen. Damit lassen sich die persönlichen Lebenshaltungskosten klar aufstellen und Ausgabenposten wie aktuelle Mietzahlungen, Hobbys, Urlaube, Medizin und Geschenke für die Kleinen werden so fixiert.

Des Weiteren sollte auch ein Haushaltsplan für die Zeit nach dem Einzug erstellt werden, denn Neben- und Unterhaltskosten der neu erworbenen Immobilie wollen auch eingeplant werden.

Die Eigenkapital-Komponente:

Einer der wichtigsten Faktoren, um die Frage „Wieviel Haus kann ich mir leisten?“ zu beantworten, ist die Höhe des eingesetzten Eigenkapitals. Wer viel davon zur Verfügung hat, sollte es auch für die Baufinanzierung einsetzen. Nicht nur das Risiko eines Scheiterns der Finanzierung wird dadurch erheblich gesenkt, auch die Zinskosten können durch einen niedrigen Beleihungswert gemindert.

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Zwar ist auch ein Hauskauf ohne Eigenkapital möglich, jedoch werden für diese Vollfinanzierungen hohe Zinsaufschläge fällig und die Geldinstitute verlangen von Antragsstellern eine hervorragende Bonität. Besser ist es, wenn man sich die bewährte Faustregel zu Herzen nimmt und mindestens 20 Prozent des Kaufpreises sowie die Grundbuch- und Notarkosten aus eigener Tasche bezahlen kann.

Die Reserven-Komponente:

Immobilienbesitzer in spe sollten jedoch nicht die letzten Reserven plündern, nur um ihren Eigenkapitalanteil an der Baufinanzierung zu erhöhen. Schließlich gehört zu einem robusten Finanzierungskonzept, dass auch unerwartete Ereignisse wie Reparaturen oder notwendige Neuanschaffungen nicht den ganzen Plan zum Fallen bringen. Deshalb sollten alle, die ein Haus finanzieren, mindestens drei, besser sechs, Monatsnettoeinkommen als Rücklage einbehalten werden.

Ganz genau sollten hier junge Familien nachrechnen: Gerade Kinder oder noch geplanter Nachwuchs verlangen nach einer anpassungsfähigen Finanzierung. Darlehensoptionen, wie eine Zahlpause oder ein variabler Tilgungssatz, können für die nötige Flexibilität sorgen.

Wer sich einen Überblick über die Finanzierungskomponenten verschafft hat, kann Angebote einholen und diese vergleichen, um für sich die günstigste Finanzierung zu finden.

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