Checkliste für Ihr Beratungsgespräch

Letztes Jahr untersuchte die Stiftung Warentest die Baufinanzierungsberatung von Banken, Vermittlern und Sparkassen und kam zu dem vernichtenden Ergebnis, dass Kunden bei Eigenheimfinanzierungen mehr schlecht als recht beraten sind. Mit unserer Checkliste können Sie Ihrem Berater auf den Zahn fühlen!

Baufinanzierungsberatung Checkliste

Die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig die Beratungsqualität bei Baufinanzierungen. Das ernüchternde Ergebnis: Sie lässt oft zu wünschen übrig! Prüfen Sie mit unserer Checkliste, wie fit Ihr Berater ist!

Vertrauensgarantie Siegel

Energiegewinnung durch Eigenstrom: Wann lohnt sich eine Solaranlage?

22. Mai 2018
Photovoltaikanlage Einfamilienhaus

Energiegewinnung wird immer nachhaltiger: In den vergangenen fünf Jahren ist der Ökostromanteil am Stromverbrauch um nahezu 13 Prozent gestiegen. Die Erneuerbaren Energien haben 2017 somit gut 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Der größte Anteil wird durch Windenergie sowie die Erzeugung aus Biomasse und Photovoltaikanlagen abgedeckt. Auch in Privathaushalten steigt das Interesse, am Stromverbrauch…

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Winzig wohnen: Lohnt sich der Weg zum Tiny House?

28. März 2018
Tiny House Baugenehmigung

Tiny Houses, das sind winzige Häuser mit rund 15 Quadratmetern Wohnfläche. Ob Land-, Stadt- oder ein mobiles Haus, über die USA kommt der Trend langsam in Deutschland an. Dipl.-Ing. Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) erklärt, für wen ein Mini-Haus infrage kommt, welchen Herausforderungen sich die Häuschenbewohner stellen müssen und ob sich der Trend…

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Smart geschützt: Intelligente Versicherungsmodelle auf dem Vormarsch

14. Februar 2018

Ob Sprachassistenten oder intelligente Küchengeräte: Laut einer aktuellen Studie des Verbands der Internetwirtschaft Eco waren 2017 rund 4,5 Millionen Privathaushalte in Deutschland, also mehr als jeder zehnte, smart vernetzt. Bis 2022 soll sich die Anzahl der smarten Haushalte auf zwölf Millionen fast verdreifachen. Auch Versicherer wie Generali, AXA oder Allianz haben den Nutzen der Smart…

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Woran können Verbraucher erkennen, ob das Beratungsgespräch gut ist? Damit Sie wissen, worauf es ankommt und richtig für Ihren ersten Termin vorbereitet sind, hat das Team von haus-finanzieren.org eine Checkliste für das Beratungsgespräch zur Hausfinanzierung erarbeitet.

Tester offenbarten schwere Mängel bei Baufinanzierungsberatung

Was bei der Baufinanzierungsberatung alles schief laufen kann, hat die Untersuchung der Stiftung Warentest letzten Juli aufgedeckt: zu hohe oder niedrige Kreditsummen, falsche Raten, unberücksichtigte Förderungen, verschwiegene Risiken. Die Liste der Mängel ist lang und die Geldhäuser haben sich bei diesem Baufinanzierung Test wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.

Was die Situation noch verschlimmert, ist die Tatsache, dass viele Verbraucher den subjektiven Eindruck einer guten Beratung haben, die es dann aber objektiv nicht ist. Damit es bei Ihrem Gespräch besser läuft, berücksichtigen Sie unsere folgende Checkliste zur Beratung bei Eigenheimfinanzierungen.

Vor der Baufinanzierungsberatung

  • Budget: Stellen Sie bereits vorab fest, wie viel Geld Sie im Monat – nach Abzug aller Fixkosten für die Lebenshaltung – für die monatlichen Raten Ihres zukünftigen Baukredits zur Verfügung hätten. Vergessen Sie bei der Kalkulation nicht, dass auch Ihr zukünftiges Wohnobjekt Bewirtschaftungskosten verursacht.
  • Eigenmittel: Erstellen Sie eine Übersicht Ihres verfügbaren Eigenkapitals. Fragen Sie sich, was davon sofort oder auch erst später verfügbar ist. Weiterhin sollten Sie auch die Renditen Ihrer Geldanlagen berücksichtigen, bevor Sie diese übereilt für den Erwerb Ihres Eigenheims auflösen.
  • Kosten: Wie viel Ihr Haus kosten soll und darf, das sollten Sie in jedem Fall vorab ermitteln. Rechnen Sie inklusive aller Nebenkosten, die durch Makler, Steuern und den Notar entstehen.
  • Bauzinsen Vergleich: Vor der Konsultation mit Ihrem Berater sollten Sie sich natürlich einen Überblick über das Marktniveau bei den Zinssätzen verschafft haben.
  • Abbezahlt: Machen Sie sich klar, wann Sie spätestens schuldenfrei sein wollen. So hat Ihre Finanzierung ein Ziel und kann mehr nach Ihren Wünschen ausgerichtet werden. Grundsätzlich gilt: Spätestens bis zur Rente sollte das Wohneigentum abbezahlt sein.
  • Boni, Erbschaften und Sondereinkommen: Wenn Sie unregelmäßige Einkünfte haben oder erwarten, berücksichtigen Sie auch diese. Sie können später zur Sondertilgung eingesetzt werden.

Während des Gesprächs

Bei der Beratung sollten Sie folgende Punkte mit dem Berater durchgehen:

  • Anschlussfinanzierung: Ein Risiko können Zinssteigerungen am Ende der Zinsbindungsfrist sein. Sprechen Sie mit Ihrem Berater ab, wie hoch die Rate wäre, wenn die Bauzinsen in Zukunft steigen.
  • Unterstützung vom Staat: Mit Förderungen durch die öffentliche Hand verdient der Berater kein Geld. Lassen Sie diese Möglichkeiten trotzdem nicht unter den Tisch fallen und fragen Sie direkt nach dem KfW-Wohneigentumsprogramm, der BAFA-Förderung oder Wohn-Riester. Auch die Bundesländer haben eigene Förderprogramme.
  • Restschuld: Wie viel Darlehen bleibt am Ende der Zinsbindungsfrist übrig? Welche Summe muss anschlussfinanziert werden? Wann sind Sie schuldenfrei?
  • Optionen: Wie flexibel wird Ihr Kredit? Können Sie Zahlungen aussetzen oder Sondertilgungen leisten? Ist der Tilgungssatz variabel?
  • Europäisches Standardisiertes Merkblatt: Mit diesem Dokument haben sie alle Konditionen des Angebots auf einen Blick. Es ist Ihr Recht als Kunde. Weiterhin können Sie so die Offerten besser vergleichen.
  • Zinsbindung: Wie verhalten sich die Kosten bei Krediten mit 15, 20 oder 25 Jahren Zinsbindung? Was für Konditionen gibt es bei der Kompletttilgung bis zum Ende der Laufzeit (auch Volltilgerdarlehen)?
  • Finanzierungsplan: Ihr Berater sollte mit Ihnen einen Finanzierungsplan erstellen, der Sie über den Aufbau des Darlehens, die monatliche Belastung und die Restschuldentwicklung aufklärt.

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Nach der Beratung zur Immobilienfinanzierung

  • Nachverhandeln: Wenn Sie mit dem Angebot im Großen und Ganzen einverstanden sind, machen Sie einen weiteren Termin aus, um Details zu klären. Oft ergibt sich hier auch die Gelegenheit, noch bessere Konditionen auszuhandeln.
  • Gegenchecken: Nehmen Sie sich Zeit, das Angebot auf Herz und Nieren zu prüfen. Stolperfallen verstecken sich oft im Kleingedruckten. Für Laien sind viele Begriffe schwer zu verstehen, deshalb raten wir, zur Überprüfung der Angebote auch die Verbraucherzentralen zu nutzen.
  • Zusage: Bevor Sie den Bau- oder Kaufvertrag unterzeichnen, sollten Sie unbedingt die schriftliche Finanzierungszusage Ihres Gläubigers besitzen.

Wie Sie sehen, hängt eine gute Beratung von vielen Punkten ab. Keinen davon sollten Sie unberücksichtigt lassen, schließlich kosten Fehler bei der Immobilienfinanzierung schnell mehrere Tausend Euro und sie binden sich vertraglich für einen sehr langen Zeitraum. Achten Sie darauf, dass Sie alle Punkte im Darlehensvertrag verstehen, und lassen Sie sich diese im Zweifelsfall erschöpfend erklären.

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