Förderungen für Familien bei Hauskauf und -bau

Die Eigenheimzulage ist seit über einem Jahrzehnt abgeschafft. Findige Bauherren müssen trotzdem nicht auf Fördermittel verzichten. Insbesondere junge Familien können mit einer Förderung beim Hauskauf rechnen. Allerdings benötigt es einen gewissen Aufwand, das richtige Programm zu finden. Erfahren Sie hier, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie sich Mittel von Bund, Kommunen und Kirchen sichern wollen.

Familienförderung für den Hauskauf

Seit 2006 ist die Eigenheimzulage Geschichte. Das bedeutet aber keineswegs, dass Familien auf eine Unterstützung ihres Bauvorhabens verzichten müssen. Wer ein wenig Zeit für die Recherche aufbringt, kann sich mit staatlichen Fördermitteln den Weg ins Eigenheim ebnen. Erfahren Sie auf dieser Seite, wie Sie am besten vorgehen.

Vertrauensgarantie Siegel

Antrag auf Baukindergeld ab sofort möglich

18. September 2018

Die Bundesregierung möchte Eltern beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Aus diesem Grund beschloss die Große Koalition im Juli 2018 die Einführung des Baukindergelds. Seit dem 18. September können Familien und Alleinerziehende die Förderung beantragen. Doch was kann das Bauerkindergeld und für wen ist es erhältlich?

Jetzt lesen

Mehr Grün in Städten: Warum Hauseigentümer auf Gebäudegrün setzen sollten

21. August 2018
bauwerkbegrünung Systeme

Die dichte Bebauung in Städten verursacht zunehmend Probleme bei der Luftzirkulation. Aus diesem Grund setzen immer mehr Kommunen auf begrünte Hausfassaden und Dachflächen. Diese verschönern nicht nur das Stadtbild, sondern tragen vor allem zu einem besseren und gesünderen Klima bei.

Jetzt lesen

Clever planen: So schützen sich Hausbesitzer vor hohen Sanierungskosten

31. Juli 2018
Sanierung Eigenheim planen

Ein Eigenheim ist meist eine Investition fürs Leben. Wer baut, will daher in der Regel, dass am Ende alles perfekt ist. Auch wenn beim Bau alles nach Plan läuft, ist es umso wichtiger, dass Häuslebauer bereits zu Beginn an die Zukunft denken. Denn im Lauf der Jahre können Verschleiß und Mängel, wie zum Beispiel eine…

Jetzt lesen

Das Baukindergeld ist da!

Die Gesetzesänderung ist nun in Kraft getreten, seit dem 18. September 2018 können Eltern das Baukindergeld beantragen. Damit sollen Familien und Alleinerziehende bei der Eigentumsbildung unterstützt werden.

Die Eckdaten zum Baukindergeld:

  • Antrag seit 18. September 2018 möglich
  • Rückwirkend ab 01. Januar 2018 bis Ende 2023 verfügbar
  • Pro Kind und Jahr 1.200 Euro als Zuschuss
  • Förderung auf zehn Jahre beschränkt (d.h. insgesamt bis zu 12.000 Euro Förderung pro Kind)
  • Bis zu einem Haushaltsjahreseinkommen von 75.000 Euro erhältlich
  • Für jedes Kind gilt ein zusätzlicher Freibetrag von 15.000 Euro (d.h. bei einem Kind insgesamt 90.000 Euro, bei zwei Kindern 105.000 Euro usw.)
  • Entgegen früherer Planungen keine Begrenzung der Wohnfläche für Auszahlung der Förderung

Für den Antrag auf Baukindergeld spielt es dabei keine Rolle, ob eine neue Immobilie gebaut oder eine Bestandsimmobilie erworben wird. Die Förderung ist deutschlandweit erhältlich und gilt nur für den Ersterwerb einer Immobilie. Wer bereits vor dem 01. Januar 2018 eine Wohnung oder Haus besaß, kann das Baukindergeld nicht beantragen.

Zudem muss die Immobilie, für die die Förderung beantragt wird, die einzige als Wohnsitz genutzte sein. Der Antrag auf Baukindergeld kann bis zum 31.12.2023 erfolgen, das Haus oder Wohnung müssen jedoch bis zum 31.12.2020 gekauft werden. Ein Rechtsanspruch auf die Unterstützung besteht nicht. Sie wird nur so lange ausbezahlt, wie von der Regierung freigegebene Mittel vorhanden sind.

Interessante Beiträge zum Thema:

SPIEGEL ONLINE: Finaler Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD. Der Absatz zum Baukindergeld findet sich auf Seite 110, Zeilen 5136 bis 5168.

SPIEGEL ONLINE: Baut, Bürger, baut!

ZEIT ONLINE: Mieten runter, Baugeld rauf

ZEIT ONLINE: Wenn Wohnen zum Albtraum wird

KFW Merkblatt zum Baukindergeld

Familienförderung für das Eigenheim

Gerade bei Familien ist das Geld für die eigenen vier Wände knapp. Neben dem Wohn-Riester, der BAFA-Förderung und dem KfW-Wohneigentumsprogramm gibt es für Bauherren weitere Förderquellen, die wir in diesem Beitrag Ihnen exemplarisch vorstellen möchten.

Förderung der Bundesländer

Wer auf der Suche nach finanzieller Unterstützung beim Hausbau ist, sollte sich vorab über die jeweiligen Programme der Bundesländer informieren. Beispielsweise bietet die NRW.Bank, die Förderbank Nordrhein-Westfalens, ein einkommensabhängiges, zinsgünstiges Förderdarlehen für junge Familien und Menschen mit Behinderung, die den Erwerb von Wohneigentum in Angriff nehmen möchten.

In Bayern möchte die BayernLabo junge Familien beim Hauskauf unterstützen. Das Förderinstitut bietet gleich zwei Programme an: Das Bayrische Wohnungsbauprogramm enthält ein verbilligtes Darlehen, bei dem ein Zuschuss von 2 500 Euro pro Kind möglich ist. Das Bayrische Zinsverbilligungsprogramm beinhaltet ein Darlehen bis 150 000 Euro, mit dem insbesondere junge Ehepaare mit einem Einkommen unter 5 000 Euro im Monat profitieren können.

Einen Förderkredit in Höhe von bis 381.500 Euro können Familien erhalten, die in Baden-Württemberg ein Wohneigentum bauen oder kaufen möchten. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 15 Jahren für das nur 0,50 % Zinsen in der Basisförderung fällig werden. Die Zusatzförderung ist sogar ganz zinsfrei. Details zur Eigentumsfinanzierung BW – Z-15-Darlehen können Sie auf den Seiten der Landeskreditbank Baden-Württemberg entnehmen.

Familien, die sich für eine energiesparende Bauweise in Niedersachsen entscheiden (mindestens KfW-Effizienzhaus 70), können einen zinslosen Kredit von bis zu 40.000 Euro der NBank erhalten. Familien mit mehr als zwei Kindern erhalten für jedes weitere Kind unter 15 Jahren bis zu 15.000 Euro zusätzliche. Das Programm gilt nur, wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden, mindestens 15 % an Eigenleistung vorhanden ist und die Wohnfläche bestimmte Schwellen nicht überschreitet. Weitere Voraussetzungen und Informationen finden Sie direkt bei der NBank.

Wer im Bundesland Hessen bauen oder kaufen möchte, kann das Hessen-Baudarlehen (bis zu 115.000 Euro) beziehungsweise das Hessen-Darlehen (bis zu 100.000 Euro) beantragen. Auch wenn sich das Angebot nicht ausschließlich an Familien richtet, werden diese vorrangig gefördert. Auf der Webseite der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen erhalten Sie weitere Informationen zum Hessen-Baudarlehen und Hessen-Darlehen.

In Rheinland-Pfalz fördert die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz Haushalte, deren Gesamteinkommen die Einkommensgrenze des Landeswohnraumförderungsgesetzes um nicht mehr als 60 % übersteigen, mit einem zinsverbilligten Darlehen von bis zu 150.000 Euro. Nähere Informationen zu Konditionen und Voraussetzungen sowie weiteren Förderprogrammen erhalten Sie bei der ISB.

Förderung der Städte, Gemeinden und Kommunen

Wenn für Sie bereits feststeht, in welcher Region Ihr zukünftiges Eigenheim stehen soll, lohnt sich die Recherche über Förderprogramme der Städte und Gemeinden. Zwar kann sich diese in manchen Fällen aufwendig gestalten, aber der Aufwand lohnt sich! Die beste Hilfestellung erhalten Fördermittelsuchende von der Aktion pro Eigenheim. Ihre Datenbank „Baugeld vom Bürgermeister“ listet viele Förderprogramme der Kommunen auf.

Beispielsweise unterstützt die Ortschaft Rhede im Landkreis Emsland Familien beim Kauf von Bauland mit bis zu 1000 Euro pro Kind. Auch im Süden der Republik werden Suchende fündig. In Calw wird der Grundstückskauf mit 500 Euro pro Kind gefördert. Junge Paare und Familien haben darüber hinaus die Möglichkeit über 2000 Euro an Fördermittel zu erhalten, wenn sie eine Immobilie kaufen, die mindestens 50 Jahre alt ist.

Familienförderung der Kirchen

Wenn es auf dem Bau besonders stressig wird, hoffen nicht wenige auf göttlichen Beistand. Dass es diesen bereits ganz konkret bei der Finanzierung geben kann, wissen leider die wenigsten. Die katholische als auch die evangelische Kirche unterstützen Bauherren und junge Familien mit günstigen oder gar zinslosen Darlehen. Weiterhin werden Familien in einigen Bistümern bei der Vergabe von Erbbaurechten bevorzugt.

Das Bistum Speyer hat ein Programm bei dem das Erbbaurecht an einem Grundstück, dessen Wert mit 100 000 Euro beziffert wird, bereits ab 1000 Euro im Jahr für Familien veräußert wird. Somit haben auch junge Familien mit wenig Eigenkapital die Möglichkeit für wenig Geld Baugrund zu erwerben. Als weiteres Beispiel für soll an dieser Stelle die Förderung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau angeführt werden. Die Kirchengemeinden gewähren ihren Mitgliedern zehn Prozent Ermäßigung auf den Erbbauzins. Lebt ein evangelisch getauftes Kind im Haushalt, kann sich der Rabatt auf bis zu 20 Prozent erhöhen.

Wer den Aufwand nicht scheut, kann eine Menge Fördergelder und Vergünstigungen für sein Eigenheim-Projekt einstreichen. Mit den Zuschüssen lassen sich schnell mehrere Tausend Euro einsparen. Wichtig ist, dass Sie sich vor Antragsstellung mit den Richtlinien auseinandersetzen.

Auch wenn Sie nun wissen, dass Sie aus zahlreichen Fördertöpfen bei der Hausfinanzierung schöpfen können, ganz ohne das Geld von der Bank wird es nicht gehen. Falls Sie noch auf der Suche nach einem günstigen und sicheren Finanzierungskonzept sind, helfen Ihnen unsere Profis gerne weiter. Stellen Sie jetzt Ihre Anfrage zur Kontaktaufnahme - unverbindlich und kostenlos.

 

Wenn Ihnen die Informationen geholfen haben, teilen Sie sie mit Freunden:

Familienförderung Hauskauf: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
3,46 von 5 Punkten, basierend auf 24 abgegebenen Stimmen.
Loading...

KfW-Darlehen lohnenswert?

Nicht immer ist es sinnvoll, auf das Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu setzen.

Bausparvertrag Förderung

Vermögenswirksame Leistungen, Wohnungsbauprämie oder Riester-Bausparen- wie wollen Sie Ihren Bausparvertrag fördern lassen?