Wohn-Riester: Nachteile berücksichtigen

Mit der Eigenheimrente (auch als Wohn-Riester bezeichnet) möchte der Staat Anreize für seine Bürger schaffen, auch mit selbst genutztem Wohneigentum privat für das Alter vorzusorgen. Allerdings eignet sich das Wohn-Riestern nicht für jeden. Wägen Sie deshalb die auf dieser Seite aufgezeigten Vor- und Nachteile sorgsam gegeneinander ab.

Wohn-Riester: 2016 noch sinnvoll?

Mit Wohn-Riester (auch als Eigenheimrente bezeichnet) soll der Erwerb vom selbst genutzten Wohneigentum für die private Altersvorsorge gefördert werden. Allerdings gilt es einige Fallstricke zu berücksichtigen und die Vor- und Nachteile sorgsam gegeneinander abzuwägen.

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Wohn-Riester: Staatliche Finanzspritze für das Eigenheim

Der sogenannte Wohn-Riester wird immer beliebter. Seit seiner Einführung im Jahr 2008 ist die Anzahl der Wohn-Riester-Sparer auf über eine Million angestiegen. Unter Wohn-Riester ist die Eigenheimrente zu verstehen. Dabei handelt es sich um einen Bausparplan oder ein Darlehen mit staatlicher Förderung für Bau oder Umbau des Eigenheims. Wohn-Riester Sparer profitieren von staatlichen Zulagen und der jährlichen Steuerersparnis. Wer Pläne zum Hausbau oder zum Immobilienkauf verfolgt, der kann sich auch über eine Finanzierung durch Wohn-Riester Gedanken machen.

Wie funktioniert Wohn-Riester?

Woraus besteht nun die konkrete Förderung der Hausfinanzierung durch Wohn-Riester? In der Ansparphase wird meist jährlich ein Betrag zu einem individuell festgelegten Sparguthaben eingezahlt und verzinst. Wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif ist, vergibt die Bausparkasse ein Darlehen in vereinbarter Höhe für das Bauprojekt. Hinzu kommen für den Wohn-Riester-Sparer staatliche Zulagen. Jeder Sparer erhält eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr. Für jedes kindergeldberechtigte Kind, das vor 2008 geboren wurde, gibt es einen Zuschlag von 185 Euro, für später geborene Kinder beträgt der Zuschlag 300 Euro. Darüber hinaus kann ein Sparbetrag von maximal 2.100 Euro in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Wohn-Riester nur fürs Darlehen

Neben dem Bausparvertrag und Wohn-Riester mit Anspar- und Darlehensphase kann das Wohn-Riestern auch zum Abbezahlen, dem Entschulden, einer Immobilie genutzt werden. Hierfür gibt es wiederum spezielle Darlehen. Die staatlichen Zulagen fließen direkt in die Tilgung des Darlehens ein, was eine enorme Zinsersparnis zur Folge hat.

Wann lohnt sich Wohn-Riester?

Grundsätzlich lohnt sich ein Wohn-Riester Vertrag am meisten für Sparer, die in der Zukunft tatsächlich ein Bauvorhaben verwirklichen wollen. Mit einem Bausparvertrag kann sich der Verbraucher schon jetzt günstige Kreditzinsen für ein Darlehen in einigen Jahren sichern. Vorteilhaft beim Wohn-Riester Bausparen ist eine mögliche schnelle Tilgung des Darlehens. Die Zulagen fließen dort direkt ein. Sind die Eigenheimpläne weniger konkret, könnte aber ein guter Banksparplan genügen.

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Was ist zu beachten?

Sparern wird generell empfohlen, ihre Sparrate an den eigenen finanziellen Möglichkeiten und den Zielen des Bausparens auszurichten. Für einen guten Bausparvertrag entscheidend sind nicht nur günstige Kreditzinsen und Gebühren. Auch die Höhe des Darlehens, die Voraussetzungen für die Zuteilung und der Tilgungsbeitrag spielen eine Rolle. Je nach Höhe des Verdienstes und der Zulagen kann es sich lohnen, entweder den von der Steuer abzugsfähigen Höchstbetrag oder aber nur den Mindestbeitrag einzuzahlen.

Topanbieter für Wohn-Riester

Beim neuesten Baufinanzierung Test der Stiftung Warentest (Ausgabe Finanztest 12/2013) wurden Angebote von 20 Bausparkassen angefordert. 13 Wohn-Riester Anbieter legten im Gegenzug ihre Offerten vor. Als Topanbieter erweisen sich laut Urteil der Finanztest die Wüstenrot, die Alte Leipziger und die Aachener. Wohn-Riester Anbieter, die hingegen die höchsten Zinsen auf das Sparguthaben zahlen, sind die Bausparkasse Mainz, die Deutsche Bausparkasse Badenia und die Alte Leipziger. Ein Vertragsabschluss mit diesen Bausparkassen eignet sich eher für Sparer mit weniger konkreten Eigenheimplänen. Sie profitieren von höheren Zinsen auf die Sparbeträge und benötigen später eventuell gar kein Darlehen.

Fiktives Wohnförderkonto berücksichtigen

Die gewährte Förderung wird auf einem fiktiven Wohnförderkonto gesammelt, die versteuert werden müssen. Sollte die Einmalzahlung gewählt sein, sollten ausreichnend Reserven für die Steuerzahlung vorhanden sein.

Hat Wohn-Riester Nachteile?

Die nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter wird zwar häufig als Nachteil bezeichnet, jedoch rechnet sich Wohn-Riester beim richtigen Anbieter trotzdem. Für 2014 wurden außerdem weitere Änderungen vorgenommen, die das Wohn-Riestern attraktiver machen. So können Sparer beispielsweise bereits in der Ansparphase Geld entnehmen. Weitere bürokratische Hürden wurden aus dem Weg geräumt: Riester-Sparer dürfen zum Beispiel ihre staatliche Förderung auch beim Umzug in ein neues Objekt mitnehmen. Sie können außerdem mindestens 20.000 Euro für behinderungsbedingte Umbauten ihres Eigenheimes entnehmen oder sich beim Kauf einer neuen Immobilie fünf statt zwei Jahre nach Ende des Veranlagungszeitraums Zeit lassen. Der Wohn-Riester wird immer flexibler.
Um den richtigen Anbieter zu finden, muss ein genauer Vergleich der verschiedensten Bestandteile eines Wohn-Riester Vertrags angestellt werden. Ein Fachmann kann hier weiterhelfen.

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