Haus finanzieren: Wohn-Riester jetzt nutzen

Wohn Riester Angebote

Viele künftige Hausfinanzierer müssen für ihren Immobilientraum große Sparanstrengungen unternehmen. Mit einem zusätzlichen Finanzierungsgeschenk wäre der Traum viel einfacher zu erreichen. Und der Staat bietet Familien mit dem Wohn-Riester tatsächlich mehrere hundert Euro Finanzierungshilfen im Jahr, einem Einzelsparer immerhin 154 Euro Zulage plus Steuervorteile – man muss sie nur anfordern.

Erster Schritt: Nach Wohn-Riester fragen

Verbraucher wissen oftmals gar nicht, wie viel sie mit der staatlichen Wohn-Riester Förderung sparen können. Denn ein Riester gefördertes Darlehen für das Eigenheim „wird selten direkt angeboten, weil für den Vermittler keine zusätzliche Provision anfällt, anders als zum Beispiel bei Bausparverträgen.“ Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt n-tv außerdem: „Die Kunden müssen gezielt nach einem solchen Produkt fragen, auch bei verschiedenen Anbietern.“

Riester-Bausparverträge haben gegenüber herkömmlichen Bausparverträgen keine Nachteile. Stattdessen gibt es für einen Riester-Sparer jährlich 154 Euro an staatlicher Zulage. Für jedes vor 2008 geborene Kind erhält er 185 Euro im Jahr, für jüngere Kinder sogar 300 Euro.

Zweiter Schritt: Geeignetes Wohn-Riester finden

Nicht mit jedem Wohn-Riester Anbieter geht das Haus finanzieren gleich gut. Bei Riester-Bausparplänen konnten sich im letzten Test der Stiftung Warentest besonders die Bausparkasse Mainz, die Deutsche Bausparkasse Badenia und die Alte Leipziger mit vergleichsweise hohen Zinsen auf das Sparguthaben positiv hervorheben. Insgesamt lohnt sich diese Form des Sparens aber eher für Menschen ohne konkrete Bauvorhaben. Ansonsten rät beispielsweise Stiftung Warentest eher zu der Kombination aus Bausparen und Darlehen. Wer bereits das eigene Heim erworben, aber noch nicht abbezahlt hat, kann sich jedoch auch auf ein Riester-Darlehen beschränken.

Weitere gute Wohn-Riester Angebote

Ein aktueller Test des Verbraucherinstitutes Stiftung Warentest (Ausgabe Finanztest 12/2013) kürt die Wüstenrot, die Alte Leipziger und die AachenMünchner als Testsieger unter den Anbietern eines Riester-Bausparvertrags in Kombination mit einem Darlehen. Möchte der Verbraucher das Wohn-Riestern nur für die Entschuldung seines Eigenheimes nutzen, kann er von einer hohen Zinsersparnis profitieren. Denn die staatlichen Riester-Zulagen fließen direkt in die Tilgung des Darlehens ein.

Wohn-Riester seit 2013 flexibler

Wohn-Riestern ist seit 2013 außerdem um einiges flexibler geworden. So können Wohn-Riester-Sparer beispielsweise auch bereits angesparte Beträge ab 3.000 Euro aus dem Guthaben entnehmen. Wird ein alters- oder behindertengerechter Umbau des Eigenheimes notwendig, lassen sich auch dafür ab 20.000 Euro des Riester-Guthabens aufwenden. Bei Umzug kann der Riester-Vertrag in ein neues Objekt mitgenommen werden.

Was ist mit der nachgelagerten Besteuerung beim Wohn-Riester?

Viele Wohn-Riester-Sparer lassen sich allerdings von der nachgelagerten Besteuerung abschrecken. Im Laufe der Tilgungsphase fließen die geleisteten Tilgungen und darauf gewährte Zulagen auf ein fiktives Konto, das sogenannte Wohnförderkonto. Das fiktive Guthaben auf dem Förderkonto wird jährlich um zwei Prozent erhöht. Endet die Tilgungsphase, beginnt die nachgelagerte Besteuerung und das Wohnförderkonto muss mit einem gewöhnlichen Steuersatz beispielsweise von 35 oder 40 Prozent versteuert werden. Dies wird häufig als großer Nachteil des Wohn-Riesters bezeichnet. Angesichts der Summe an Steuerersparnissen und Zulagen, die sich über die Jahre des Bausparens und/oder der Darlehenszahlungen auf mehrere tausend Euro belaufen können, fällt die Steuerlast jedoch weniger stark ins Gewicht.

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