KfW-Wohneigentumsprogramm: Im Zinstief noch lohnenswert?

KfW Baufinanzierung lohmeswert

Das KfW-Wohneigentumsprogramm Nummer 124 sollte allen Immobilienkäufern bekannt sein. Schließlich ist es das Förderdarlehen vom Staat mit dem jede Privatperson seine Baufinanzierung mit bis zu 50 000 Euro bezuschussen kann. Allerdings erreichen auch die Hypothekenzinsen der Geldhäuser zurzeit neue, ungekannte Tiefststände. Lohnt der Förderkredit dann überhaupt noch?

Wer eine Wohnung oder ein Haus finanzieren möchte, muss sich in den meisten Fällen Geld von einem Kreditinstitut leihen. Bisher wurde die Finanzierung der eigenen vier Wände besonders günstig, wenn man sich für eine Kombination von Darlehen und Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau entscheid.

Doch nicht nur Bauherren können von den Angeboten der Kreditanstalt für Wiederaufbau profitieren. Es gibt auch Programme die Verbraucher beim energieeffizienten Renovieren oder beim altersgerechten Umbau unterstützen. Zusätzlich sind die einzelnen KfW-Förderprodukte miteinander kombinierbar.

KfW-Kredit wird von der Bank vermittelt

Wer sich für ein Förderdarlehen interessiert, muss dies seinem Baufinanzierung-Anbieter mitteilen: KfW-Darlehen werden über die Bank vermittelt, die für den Kunden auch die Haftung bei Kreditausfall übernehmen. Aus diesem Grund begnügt sich die „Bank aus Verantwortung“, wie der selbstgewählte Slogan der Kreditanstalt lautet, mit der zweiten oder dritten Position beim Eintrag ins Grundbuch.

Wie so oft beim Thema Immobilienfinanzierung bleibt auch bei der Bewertung des KfW-Wohneigentumsprogramms ein gewisser Spielraum, dessen Größe von den individuellen Wünschen und Voraussetzungen des Kunden abhängt. Allerdings wäre es ein wenig vorschnell zu behaupten, dass aufgrund der derzeitigen Baisse bei den Bauzinsen, ein Kredit bei der KfW-Bank nicht mehr lohnenswert sei.

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In bestimmten Fällen immer noch günstiger

So hat ein KfW-Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren, drei tilgungsfreien Anlaufjahren und einer fünfjährigen Zinsbindung einen Sollzinssatz von 0,85 Prozent. Damit kann die KfW immer noch die Banken unterbieten, deren Zinssätze derzeit bei kanpp unter einem Prozent liegen.

Allerdings ist diese Form des KfW-Darlehens nicht planungssicher, da die Zinsbindung viel zu kurz ist. Steigen die Zinsen beispielsweise in fünf Jahren wieder an, muss zu diesen aktuellen Konditionen anschlussfinanziert werden. Mancher Kreditnehmer könnte eine böse Überraschung erleben, wenn er die Raten nicht mehr bedienen kann. haus-finanzieren.org rät seinen Besuchern deshalb immer das risikoärmste Finanzierungskonzept zu wählen.

Vollfinanzierung mit KfW: Rechnen lohnt sich

Beim Hauskauf ohne Eigenkapital wird ein hoher Zinsaufschlag von den kreditgebenden Instituten verlangt - nicht so bei der KfW. Der günstige Zinssatz bleibt auch erhalten, wenn 90 oder 100 Prozent des Kaufpreises fremdfinanziert werden.

Längere Zinsbindung wird teurer

Eine verlängerte Zinsbindung um fünf Jahre lässt sich die KfW mit einem Zinsaufschlag von 0,65 bis 0,70 Prozentpunkten vergüten. In diesem Szenario kippt der Zinsvorteil des KfW-Wohneigentumsprogramms und der Kunde wäre mit einer ausschließlichen Finanzierung durch die Bank besser beraten gewesen.

Beispielsweise bietet die ING-DiBa derzeit Konditionen von 1,03 % für ein Darlehen über 100 000 Euro mit 10 Jahren Laufzeit. Kreditinteressenten sollten deshalb vorab prüfen, ob die Kombination von KfW-Förderdarlehen mit einem klassischen Darlehen Sinn ergibt.

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