ÖKO-TEST untersucht Sofortfinanzierungen

Sofortfinanzierung

Für viele Bauherren, die keinen Bausparvertrag abgeschlossen haben, ist die Sofortfinanzierung die Alternative, wenn sie von zinsgünstigen und planungssicheren Bauspardarlehen profitieren möchten. Bei dieser Finanzierungsform werden ein Festdarlehen und ein Bauspardarlehen so kombiniert, dass Gläubiger bereits zu Anfang wissen, wie hoch die Belastung über die gesamte Finanzierungsdauer wird. Doch Sofortfinanzierungen haben auch den Nachteil, dass sie für Laien aufgrund ihrer Komplexität schwer zu vergleichen sind. Das Magazin ÖKO-TEST hat nun Sofortfinanzierungen für Verbraucher untersucht. Das Wichtigste aus dem Baufinanzierung Test lesen Sie hier.

Sofortfinanzierung: Kombination aus Fest- und Bauspardarlehen

Wer derzeit auf der Suche nach einer Hausfinanzierung ist, kann sich nicht über schlechte Konditionen beschweren. Allerdings gilt auch in dem preisgünstigen Umfeld, dass nur durch Vergleiche das optimalste Angebot ermittelt werden kann. Doch gerade bei den vielen Optionen und Finanzierungsbausteinen, mit denen die Baufinanzierer um die Kunden werben, ist eine Gegenüberstellung der Kosten schwierig. Einen Teil der Arbeit hat das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST seinen Lesern abgenommen: In der neusten Ausgabe (erschienen am 24. Oktober - hier als ePaper für 4,50 Euro bestellen) wurden 54 Offerten zu Sofortfinanzierung unter die Lupe genommen.

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Vor- und Nachteile einer Sofortfinanzierung

Eine Sofortfinanzierung (seltener auch Konstant-Darlehen) hat ähnliche Vorteile wie ein Volltilgerdarlehen. Die monatlichen Raten bleiben über die Laufzeit gleich, die Zinsen sind über die gesamte Kreditlaufzeit sicher und es ist keine Anschlussfinanzierung notwendig. Allerdings ist auch diese Variante nicht frei von Nachteilen: Die Ermittlung des Gesamteffektivzinses ist anspruchsvoll, weiterhin bleibt die Restschuld in der ersten Jahren auf einen hohen Niveau, was insbesondere bei ungeplanten Verkäufen ein Risiko darstellt.

Bei ihrer Untersuchung konnten die Tester eine grundlegende Tendenz feststellen: Aufgrund der unattraktiven Verzinsung von Bausparverträgen buhlen die Bausparkassen um neue Kunden, was sich auch bei den Konditionen widerspiegelt. Die Sofortfinanzierungen können in vielen Fällen mit den Angeboten zu klassischen Hypothekendarlehen mithalten.
Am günstigsten fahren Bauherren bei einer Kombination von Sofortfinanzierung und KfW-Wohneigentumsprogramm. Beispielsweise konnten die Tester beim riestergeförderten Angebot „Fuchs-Wohnrente“ von Schwäbisch Hall einen Gesamteffektivzins von 2,07 Prozent ermitteln.

Kostenvergleich schwierig

Diese Kombination von verschiedenen Finanzierungsbausteinen hat allerdings den Nachteil, dass die Ermittlung der Gesamteffektivzinsen für Laien fast unmöglich ist. Eine Gesetzeslücke erlaubt es den Bausparkassen und Banken, mit irreführenden Effektivzinsangaben zu werben. Interessenten sollten deshalb bei der Beratung immer auf die Angabe des Gesamteffektivzinses bestehen, der alle Kosten und Förderungen in die Endkalkulation mit einschließt. Worauf noch bei den Verhandlungen zu achten ist, erfahren Sie durch unsere Baufinanzierungsberatung Checkliste.

Bereits eine Woche vor dem Test zur Sofortfinanzierung hat ÖKO-TEST das Spezial „Kaufen - Bauen - Finanzieren“ veröffentlicht. In dem Sonderheft finden sich weitere Tests zu Baufinanzierungen, Riester-Bausparverträgen und Wohngebäudeversicherungen. Auch diese Publikation lässt sich für fünf Euro im Webshop bestellen.

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